© Altochor 2015
Das Adventslied 'Tochter Zion, freue dich' geht zurück auf einen Chorsatz aus dem Oratorium 'Judas Maccabaeus' von Georg Friedrich Händel. Um 1820 griff der evangelische Theologe Friedrich Heinrich Ranke aus Erlangen die Melodie von Händel auf und fügte zwei weitere Liedstrophen an, die das künftige ewige Friedensreich von Jesus Christus besingen. Otto Kaufmann gab dem Lied durch eine reiche orchestrale Begleitung einen festlichen Rahmen. Die Adventskantate war für die Instrumentalisten der Philharmonie Aichach und die Sänger des Altochors gleichermaßen geeignet, um das gemeinsame Konzert stimmungsvoll einzuleiten.
Adventskantate 'Tochter Zion'
Mit Rücksicht auf die kälteempfindlichen Instrumente wurde der ursprünglich vorgesehene Instrumentalsatz von Mendelssohn- Bartholdy ersetzt durch den vierstimmigen Chorsatz 'O komm, o komm, Emanuel'. Auch die Zuhörer waren sicher dankbar für die zeitliche Abkürzung, da der unbeheizte Kirchenraum in dieser Jahreszeit nicht zum langen Verweilen einlädt. Das Concerto grosso in G moll, Opus 6 Nr. 8 von Arcangelo Corelli (1653-1713) ist mit dem Titel 'fatto per la notte di natale' überschrieben, was ihm den Namen 'Weihnachtskonzert' gab. Trotz verkleinerter Instrumentalbesetzung war die Aufführung des Weihnachtskonzertes nicht weniger eindrucksvoll. Die exquisite Transparenz aller Streicherstimmen war das Ergebnis einer perfekten Übernahme der vom Dirigenten vorgebenen Tempi und Vortragsweisen.  Das Oratorio de Noël (Weihnachtsoratorium) des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns ist trotz seiner Kürze ein Wechselbad unterschiedlicher Stimmungen, die von allen Beteiligten Musikern und Sängern zum Ausdruck gebracht wurden. Der dramaturgische Höhepunkt ist die Nummer 6: 'Quare fremuerunt gentes' (warum toben die Nationen) mit tumultartigem Einsatz aller zur Verfügung stehenden musikalischen Mittel. Die Gesanggssolisten waren (von links nach rechts): Angela Schwaiger (Sopran), Christianne Braun-Breuer (Mezzosopran) und Nathalie Flessa (Alt). Auf der gegenüberliegenden Seite waren Michael Braun (Tenor) und Michael Wolfrum (Bariton) platziert. Davor Theresa Steinbach, die die lyrisch gefärbten Passagen mit der Harfe begleitete. An der Orgel saß Wolfgang Kraemer. Das Konzert ging zu Ende mit dem freudigen Finale 'Tollite hostias' (Bringet Geschenke). Das Publikum dankte mit langanhaltendem Beifall, bis das Finale des Oratorio noch einmal die Gewölbe der ehrwürdigen Kirche erfüllte.
O komm, o komm Emanuel Arcangelo Corelli, Concerto grosso G moll, Opus 6 Nr. 8 Oratorio de Noël von Camille Saint- Saëns
Altochor
Auftritte (Historie)
Adventskonzert mit der Philharmonie Aichach
Das Adventskonzert   2014   wurde   vom Altochor   und   der   Philharmonie Aichach   unter   der   Gesamtleitung   von Alexander   Maria   Möck   aufgeführt.   Höhepunkt der   Aufführung   war   das   Oratorio   de   Noël   von   Camille   Saint-Saëns   unter   zusätzlicher   Mitwirkung   von   Gesangsolisten   und   Instrumentalisten.   Am   ersten Adventssonntag,    den    30.    November    2014,    fand    die    Aufführung    in    Aichach,    in    der    Aula    des    Deutschherren-Gymnasiums    mit    der    vollen Orchesterbesetzung   statt. Am   zweiten Adventssonntag,   den   7.   Dezember   2014   wurde   das   Konzert   in   der   Pfarr-   und   Klosterkirche Altomünster   wegen   der beengten Verhältnisse mit kleinerer Instrumentalbesetzung und einer geringfügigen Programmänderung aufgeführt.