Passionsspiel 1988
Das   Altomünsterer   Passionsspiel   von   1753   wurde   im   Februar   1988   nach   über   200-jähriger   Spielpause   wieder   aufgeführt.   Der MGV   "Frohsinn"   stellte   einen   großen   Teil   der   Laienschauspieler.   Außerdem   wurde   der   Kirchenchor   durch   den   MGV   verstärkt. Die musikalische Leitung hatten Frau Rosmarie Thum sowie Herr Hans Herbert Winkel.
In   der   Zeitung   lesen   wir   zum   Passionsspiel:   Nach   dem   großen   Erfolg   der   beiden   ersten   Aufführungen   des   Altomünsterer Passionsspiels   wird   das   Stück   aus   dem   Jahr   1753   am   Freitag   und   am   Sonntag   ab   19   Uhr   in   der   Klosterkirche   in   Altomünster von   der   Laienspielgruppe   erneut   aufgeführt.   Die   beiden   ersten   Aufführungen   waren   so   gut   besucht,   dass   teilweise   sogar   der Kirchenraum geschlossen werden musste. Das kulturell wertvolle Stück stieß auch bei den Kommunalpolitikern des Landkreises auf     großes     Interesse.     Zu     den     Gästen     zählte     neben     Bürgermeister     Anton     Hofberger     auch     Landrat     Christmann, Landtagsabgeordneter    Dr.    Huber,    Bezirksrat    Kindermann    sowie    die    Bürgermeister    Reindl    aus    Erdweg    und    Strixner    aus Indersdorf. Das   Passionsspiel   von Altomünster   ist   einen   Besuch   wert.   Die   schauspielerischen   Leistungen   aller   Mitwirkenden   des   Stücks   mit dem   Originaltitel   "Passion   Domini   nostri   Jesu   Christi"   in   der   bewusst   erhaltenen   barocken   Sprachweise   verdienen   großes   Lob. Das   Spiel   ist   durch   die   Zusammenstellung   alter   Texte   entstanden.   Das   Bewährte   wurde   übernommen,   anderes   verändert   und ergänzt. Ein   besonderes   Lob   verdienen   auch   der   Kirchenchor   und   der   Männergesangverein   unter   Leitung   von   Hans   Herbert   Winkel   und Rosmarie   Thum   an   der   Orgel   für   die   musikalische   Begleitung   des   Stücks.   Die   Musik   ist   leider   nicht   überliefert,   sie   macht   aber einen   wesentlichen   Bestandteil   des   Stücks   aus.   Die   Musik   wurde   in   historisierender   Art   neu   geschrieben,   das   heißt,   dass Harmonik und Rhythmik der Zeit um die Mitte des 18. Jahrhunderts entsprechen.
Frau   Rosmarie   Thum   (Leiterin   des   Kirchenchors)   steht   in   der   vorderen   Reihe   ganz   rechts,   neben   ihr   Prof.   Haller   und   links daneben Hans Herbert Winkel (Leiter des Männerchores):
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